FERNPASS BLOCKADE
Samstag, 27. Juni 2026 · Samstag, 1. August 2026
DANKE für eure Unterstützung!
Wir möchten uns ganz herzlich, auch im Namen des Initiators, für eure Unterstützung und 5192 Unterschriften bedanken!
Update: Petition - Volksbefragung Fernpass Paket
Leider hat der Petitionsausschuss die Bearbeitung durch den Landtag abgelehnt.
reeins.tv: Pressekonferenz der Bürgerinitiative zum Fernpasspaket
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Brief an Bürgermeister, Gemeinderätinnen und-räte des Tannheimer Tales und des Lechtales
An den/die BürgermeisterIn und GemeinderäteInnen
des Tannheimer Tales, des Unterlechtales und der Hahntennjochgemeinde Pfafflar
Werte GemeindevertreterInnen!
Die BewohnerInnen des Tannheimer Tales (Haller, Haldensee und Schattwald), des Unterlechtales (besonders Stanzach) und Pfafflar sowie Imster Ortsteile erfahren an Wochenenden ein großes Mehr an Stauausweichverkehr, ausgelöst durch die zugestaute B 179. Dieser Verkehr kommt von der A7 und dem Jochpass über das Allgäu ins Tannheimer Tal, das Unterlechtal und das Hahntennjoch und auch umgekehrt, wo es in Imst ja kein Abfahrverbot über das Hahntennjoch gibt.
Der politische Auftrag der Landesregierung ebenso wie der zuständigen Landes- und Bezirksbehörden ist in erster Linie der Schutz unserer Gesundheit und unseres Lebensraumes und nicht der schleichende Ausbau mit dem Fernpasspaket, um immer noch mehr Transitverkehr - und damit verbunden Ausweichverkehr - anzuziehen. Wer von der Maut profitiert, hat kein Interesse, dass weniger Verkehr über den Fernpass fährt, und dem ist es auch egal, wenn das 7,5 to-Limit fällt – mehr LKW, mehr Maut. Erst kürzlich hat sich das Land Tirol durch ein Fruchtgenussrecht Anteile an der Maut gesichert um in das das Tiroler Straßennetz (vorerst Obsteig und Imst) zu investieren.
Die Schweiz lenkt schon heute mit ihrer höheren LKW-Maut den Verkehr über Tirol auf Grund der niedrigen Maut. Seit kurzem sind ernsthafte Bestrebungen der Schweiz im Gange, welche zukünftig auch den transitierenden Urlauberverkehr bemauten sollen. Das bedeutet eine große Gefahr der weiteren Verlagerung von Transitverkehr durch Tirol und mehrheitlich über den Fernpass oder eben als Mautflucht über das Hahntennjoch, wo ja keine Maut zu bezahlen ist. Es ist eher anzunehmen, dass er wegen Stau und Maut die einzige noch stau- und mautfreie Strecke über das Tannheimer Tal, Lechtal und Hahntennjoch nimmt.
Der Allgäuer Abgeordnete Kaufmann rechnet durch die Maut am Fernpass mit einem Lenkungseffekt, weil er meint, dass dann weniger Verkehr auf der A7 und dem Fernpass entsteht. Wer von der A7 kommt, der nimmt wegen 14.- Euro Maut keinen Umweg über Garmisch, Achenpass oder Kufstein in Kauf. Der bayrische Verkehrsminister Bernreiter richtet unserem Verkehrslandesrat aus, er möchte keine Verschlechterung für Bayern. Und LR Zumtobel richtet in Folge uns Außerfernern aus, dass die Dosierampeln nicht an die Grenzen kommen, weil „hinter der Grenze auch Menschen wohnen“. Damit stellt er sich, zusammen mit der Frau Landtagspräsidentin, klar gegen die Außerferner Bevölkerung.
Der Transitverkehr wird nicht weniger werden. Mit effizienten, zeitgemäßen Dosierungen ist der Verkehrsdruck auf unsere Straßen und unseren Lebensraum zu drosseln! Gleichzeitig soll dies ein Signal an die Transitreisenden sein, dass sie hinkünftig auf Alternativen (z.B. Verlegung der Urlaubsreisen weg von den Wochenenden) für Ihre Nord-Süd-Querung setzen sollen, da unser „begrenzter alpiner Raum keinen unbegrenzten Verkehr verträgt“ und die Gesundheit unserer Bevölkerung massiv gefährdet ist.
Der Gemeinderat von Weißenbach hat am 25. September 2025 mit einer Petition zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen der Forderung des Transitforums Nachdruck verliehen. Die Weißenbacher GemeinderätInnen haben sich damit klar zum Schutz ihrer Bevölkerung bekannt. Ebenso gibt es im Planungsverband Reutte einen Antrag der Bürgerinitiative „Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau“ auf Unterstützung zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen.
Zu glauben, dass es mit dem Abfahrverbot, welches im Allgäu geplant ist, für uns besser wird, ist ein Irrglauben. Es wird nämlich nicht so massiv kontrolliert bzw. mit Ausreden dieses Verbot umgangen werden. Weiters wird am Hahntennjoch keine Maut eingeführt, lediglich die Verbote verschärft. Verbote, welche nicht regelmäßig kontrolliert werden, sind wirkungslos, wie man an den mangelnden Kontrollen zum Fahrverbot für LKW über 7,5 to am Fernpass sieht. Zusammenfassend bedeutet dies für die Hahntennjochroute noch mehr Verkehr, da sie die einzige mautfreie Strecke bleibt.
Für unseren Lebensraum hilft nur, den Verkehr an den Grenzen mit KI-gesteuerten Dosierampeln so zu regeln, dass wir in unserem Lebensraum noch auf die Straßen können und Rettungs- und Einsatzfahrzeuge ungehindert zum Schutz unserer GemeindebürgerInnen ihre Einsätze erledigen können. Der Verkehr hat dort zu stauen, wo er herkommt – nämlich auf der A7. Da ist Platz zur Genüge und es kann für Rettungsfahrzeuge problemlos eine Rettungsgasse gebildet werden. Wo die Urlauber im Stau stehen, ist schließlich egal.
Werte GemeindevertreterInnen, es ist an der Zeit, vorbeugend zum Schutz unserer BürgerInnen verkehrslenkende Maßnahmen zu fordern. Wer tatenlos zusieht, hat den Stauverkehr durch unsere Dörfer zu verantworten und wird sich von der Kinder- und Enkelgeneration den Vorwurf des „Nichttuns“ gefallen lassen müssen. Unterstützt bitte mit einer Petition die Forderung nach Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen.
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal Außerfern Mieminger Plateau
Hans Dreier Karl-Heinz Pohler Regina Karlen Sabine Kerber Walter Schimpfössl Engelbert Heiss
Maut am Hahntennjoch
Maut am Hahntennjoch – Anfrage vom 8. Mai 2025 von Hans Dreier
Nachfrage mit Mail vom 16.Juli 2025
Sehr geehrter Herr Landeshauptmann,
Mit Mail vom 8. Mai 2025 habe ich Ihnen eine Anfrage zur Maut am Hahntennjoch gestellt. Da diese Frage bis jetzt unbeantwortet blieb, und mittlerweile eine Verschärfung der Verbote am Hahntennjoch verordnet wurde, ist nicht anzunehmen, dass von der Landesregierung – aus welchen Gründen immer - die Einführung einer Maut am Hahntennjoch angedacht wird.
Das heißt im Umkehrschluss, dass wir ab sofort behaupten können, dass eine Verhinderung des Ausweichverkehrs von Maut-und Stauflüchtlingen über das Tannheimer Tal, Weißenbach, Unterlechtal, Hahntennjoch und Imst von der Landesregierungnicht angedacht bzw. forciert wird.
Mit freundlichen Grüßen
Hans Dreier
Mail vom 31.07.2025 09:24
AW: Anfrage zur Maut am Hahntennjoch
Sehr geehrter Herr Dreier,
nachstehende Anfrage wurde vom Büro Landeshauptmann Anton Mattle an das Büro Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler weitergeleitet. Dazu dürfen wir wie folgt Stellung nehmen:
Was die Verkehrssituation am Hahntennjoch anlangt, so gehen vorliegende Verkehrsmodelle nicht von einer wesentlichen Verkehrsverlagerung durch die Einführung der Durchzugsmaut auf der B 179 auf Strecken wie etwa das Hahntennjoch aus. Zur noch besseren und genaueren Erfassung der Entwicklungen auf den Landesstraßen wurde das bestehende Verkehrszählnetz an der B 179 Fernpassstraße, an der B 187 Ehrwalder Straße und and er B 199 Tannheimer Straße im Zuge des Fernpass-Pakets modernisiert. Um die Verkehrssicherheit am Hahntennjoch zu erhöhen, wurde zu Sommerbeginn das Tonnagelimit für Lkw am Hahntennjoch herabgesetzt. Um das Verkehrsgeschehen am Hahntennjoch noch detaillierter darstellen zu können, die Wirksamkeit der neuen Verordnung abbilden und allfällige Ausweichverkehr erfassen zu könnten, wurde kürzlich eine neue Zählstelle auf der L 72 im Bereich Pfafflar installiert. Verkehrszählstellen ermöglichen eine frühzeitige Erkennnung von Verkehrsentwicklungen und bilden die Grundlage für weitere verkehrsrechtliche und verkehrsplanerische Maßnahmen.
Mit freundlichen Grüßen
|Mag.a Christa Entstrasser-Müller Landesregierung Büro Landeshauptmannstellvertreter ÖR Josef Geisler |
Resümee Hans Dreier: Mit schwammigen Ausflüchten wird die Frage umschrieben.
Keine klare Antwort zu meiner Frage, ob es eine Maut am Hahntennjoch gibt.
Mautflüchtlingen ist Tür und Tor geöffnet. Der Ausweichverkehr über das
Tannheimertal, Weißenbach, unteres Lechtal, Pfafflar, Hahntennjoch und Imst
wird zunehmen. Gnade allen Dörfern, welche keine Umfahrung haben
Versetzung der Dosierampeln - Schwierige Geburt im Planungsverband Reutte
(Leserbrief von Hans Dreier, Weißenbach in der TT)
Während vom Landeshauptmann Mattle und Landtagspräsidentin abwärts bis zum roten Koalitionspartner vehement die Nichtversetzung der Dosierampeln an die Grenzen zum Allgäu verteidigt wird, um das Wohlbefinden der bayrischen Nachbarn nicht zu stören, tat man sich mit dieser Vorgabe im Planungsverband schwer, einen Beschluss für den von der Bürgerinitiative eingebrachten Antrag auf Unterstützung für die Versetzung der Dosierampeln zustande zu bringen. Nur reden reicht nicht mehr – die Gemeinden müssen klare Forderungen benennen, so die Aussage der PlanungsverbandsbürgermeisterInnen. Um dem Diktat der Landesregierung nicht zu wiedersprechen, gab es letztlich doch noch einen einstimmigen, wenn auch schwammigen Beschluss, das Land Tirol und alle maßgeblichen Stellen aufzufordern, Gespräche mit den Allgäuer Gemeinden zu führen. Ziel sei es, den Ausweichverkehr schon auf deutscher Seite einzudämmen. So sollen Autofahrer gar nicht erst über kleinere Grenzübergänge wie Pinswang-Weißhaus, Vils-Schönbichl, Grän-Enge oder Schattwald ins Außerfern ausweichen können, sondern auf der deutschen Autobahn A7 und in der Folge auf der B179 gehalten werden. Genau das werden die Allgäuer tun. Die Befehle der Tiroler in Sachen Verkehr anzunehmen. Zum wiederholten Male bringt man wieder das nichts bringende Gehabe mit den Allgäuern ins Gespräch. Die Bayern werden über diese Forderung der Tiroler lachen und genau nichts tun, wie es bei der Zulaufstrecke zum Brenner seit Jahren der Fall ist. Über die Forderung der Bürgerinitiative – die Verlegung der Dosierampeln – wurde nicht abgestimmt, das Wort Dosierampel nicht einmal erwähnt. Die vom Landeshauptmann verweigerte Versetzung der Dosierampeln ist an Unterwürfigkeit gegenüber den Bayern nicht zu überbieten und zeigt ganz klar auf, hinter wem unsere Landesregierung samt Außerferner Landtagspräsidentin steht. Das Außerfern hört für sie an der Dosierampel Reutte Süd auf. Die Strecke der restlichen Umfahrungsstraße gehört den Bayern als Staufläche für den nicht bewältigbaren Transitverkehr. Wenn nach dem Wegfall des 7,5 to-Limits dann statt der jetzt 2000 täglichen LKW 5000 LKW auf der B179 am Weg sind, wird die Dosierampel Reutte Süd auf der Strecke bis zum Grenztunnel Füssen im Dauereinsatzmodus sein und Dauerstau auch für die Allgäuer produzieren. Gespräche mit den Allgäuer Gemeinden, wie jetzt vom Planungsverband gefordert, bringen ob der Angst der Landesregierung vor den Bayern gar nichts. Immerhin hat der Planungsverband damit das Thema vom Tisch und geschehen wird nichts. Auf der (Stau-) Strecke bleibt die Vilser Bevölkerung, welche sich mit den wöchentlichen Stausituationen abzufinden hat. Die Außerferner Bevölkerung wird vom Landeshauptmann mit der Anbiederung an die Bayern, dem Ausbau des Fernpasses, mit der Maut für AußerfernerInnen und der schleichenden Errichtung einer LKW-Entlastungstransitstrecke für den Brenner verraten und verkauft - mit der scheinheiligen Argumentation – mehr Verkehrssicherheit, Versorgungssicherheit und ganz sicherem Halten des 7,5 to-Limits.
News
Anfrage gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG 2024) und Tiroler Gemeindeordnung (TGO) an Herrn Bürgermeister Kröll
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal · Außerfern · Mieminger Plateau
Nassereith, am 8. 10. 2025
An den Herrn Bürgermeister der Gemeinde Nassereith
z. H. Herbert Kröll
Gemeindeamt Nassereith
Karl-Mayr-Straße 116a
6465 Nassereith
Anfrage gemäß Informationsfreiheitsgesetz (IFG 2024) und Tiroler Gemeindeordnung (TGO)
Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
gestützt auf das Informationsfreiheitsgesetzes sowie auf die Tiroler Gemeindeordnung (TGO, vor allem §§ 29, 30, 33, 52) ersuchen wir als Bürgerinitiative um die Beantwortung der nachstehenden Fragen und – soweit erforderlich – um Einsicht in die dazugehörigen Unterlagen.
Diese Fragen betreffen Angelegenheiten von erheblichem öffentlichen Interesse und beziehen sich auf Entscheidungen und Vorgänge, die in der Verantwortung der Gemeinde Nassereith oder ihrer Organe liegen.
Gemäß IFG ist eine Antwort innerhalb von vier Wochen zu erteilen. Sollte eine Fristverlängerung erforderlich sein, ist diese schriftlich zu begründen.
Unsere Fragen an dich, Herbert:
1. Interessenkonflikt und Berufung
In der August-Sitzung hat der Gemeinderat dem Verkauf des Grundstücks beim geplanten Scheiteltunnel für knapp € 20.000.- (Schätzpreis) sowie dem Kauf des Parkplatzes an der B189 für knapp 80.000.- zugestimmt.
Während der Sitzung hast du argumentiert, dass die einzige Alternative die Enteignung der Gemeinde wäre (ebenfalls zum Schätzpreis), obwohl LR Geisler dem Transitforum schriftlich bestätigt hat, dass das Land nie eine Enteignung angedroht hatte.
Daher ergibt sich für uns folgende Frage: Wärst du in den Aufsichtrat der Fernpass GmbH berufen worden, wenn sich der Gemeinderat gegen diesen Handel ausgesprochen hätte?
2. Grundverkäufe & Pachtverträge
Welche Verträge, Pachtmodelle oder sonstigen Vereinbarungen wurden mit dem Land Tirol oder der Fernpassstraße GmbH nach den Beschlüssen bisher abgeschlossen oder vorbereitet?
Wann wurden diese Inhalte dem Gemeinderat zur Kenntnis gebracht bzw. zur Beschlussfassung vorgelegt?
Wir ersuchen gemäß IFG um Einsicht in oder Übermittlung dieser Dokumente.
3. Garantien für die Bevölkerung
Weder zu Lärm, Luftbelastung noch zu Stauprognosen existieren nachvollziehbare Datengrundlagen.
Auf welcher Basis hast du den Gemeinderat dennoch aufgefordert, dem Grundverkauf zuzustimmen? Verbal war in Dialogen zum Beispiel von Beschränkungen des Schwerverkehrs die Rede, in der Gemeinderatssitzung wurden zusätzliche Einhausungen und Lärmschutzmaßnahmen auf der Umfahrung von dir aufgezählt.
Welche Schutz- oder Ausgleichsmaßnahmen wurden oder werden der Bevölkerung verbindlich zugesichert?
4. Mautfreiheit
Du hast öffentlich erklärt, dass Nassereither:innen Fernsteinsee, Blindsee und die Fernpasshöhe mautfrei erreichen können.
Liegt dazu eine rechtsverbindliche Zusage oder Vereinbarung vor, oder handelt es sich lediglich um eine Absichtserklärung?
Auf welcher rechtlichen Basis soll so eine Ausnahmeregelung dauerhaft bestehen?
Weiters wurde in der August-Gemeinderatssitzung versprochen, dass Nassereither:innen Mautkarten von der Gemeinde erhalten. Wann gilt das und wie erfolgt die Überlassung? (Reisen, Arztbesuche, Behördengänge, Pendler, Vereine,…)
5. Drohungen & Einschüchterung
Du hast die Bürgerinitiative schriftlich aufgefordert, für mögliche Schäden der Gemeinde im Fall einer Enteignung einzustehen, und später eine anwaltliche Unterlassungserklärung für unangenehme Fragen veranlasst.
Wurden diese Schreiben durch den Gemeindeanwalt erstellt und aus Gemeindemitteln bezahlt?
Bitte leg offen, aus welchem Budget diese Beauftragungen finanziert wurden und auf welcher Rechtsgrundlage.
6. Demokratie & Transparenz
Du verweist regelmäßig auf „Begleitmaßnahmen“ und „Chancen für Nassereith“, hast aber bis heute keine überprüfbaren Inhalte veröffentlicht.
Warum gab es trotz 95 % Ablehnung in der Befragung keine verbindliche Volksabstimmung oder eine detaillierte Darstellung der vielen Kompensationen und Vorteile für die Gemeinde? Du hättest die Möglichkeit, mit deinen Argumenten zu überzeugen und auch die - wie du sagst, mehrheitlichen Befürworter - sichtbar zu machen.
Gemäß IFG sind Informationen von öffentlichem Interesse aktiv zugänglich zu machen. Wir ersuchen daher um Veröffentlichung dieser Unterlagen auf der Gemeindehomepage.
7. Interessenskonflikt für den Aufsichtsrat und Bürgermeister
Im TT-Artikel vom 20. 8. 2025 hast du dich schon als Aufsichtsrat angekündigt.
Wie stellst du sicher, dass deine Tätigkeit im Aufsichtsrat nicht zu Lasten der Gemeinde erfolgt weil der Erfolg der Betreiber-GmbH mit zunehmenden Mauteinnahmen größer wird und die Nasssereither:innen aber bestimmt nicht noch mehr Verkehr wollen
.
8. Interessenskonflikt für Gemeinderäte
Ein Gemeinderat aus deiner Liste betreibt ein Sicherheitsunternehmen, das direkt von den Abfahrtsverboten entlang der B 179 profitiert. Trotz direkter Anfrage im Rahmen der „Beratung“ während der Gemeinderatssitzung gibt es dazu keine Stellungnahme.
Kannst du ausschließen, dass zwischen der Vergabe entsprechender Aufträge und dem Abstimmungsverhalten dieses Gemeinderats ein Zusammenhang besteht?
9. Jagd, Transparenz und Einflussnahme
Mindestens zwei Gemeinderäte sind direkt in die Verwaltung und Beaufsichtigung der östlich gelegenen Jagdgebiete von Nassereith eingebunden.
Die finanziellen Abläufe, Pachtverhältnisse und Entscheidungsstrukturen dieser Jagden sind bislang nicht öffentlich nachvollziehbar; die Finanzgebarung erscheint zumindest undurchsichtig.
Im Zusammenhang mit der geheimen Abstimmung zum Grundverkauf stellt sich die Frage, ob persönliche Perspektiven rund um künftige Jagdpachtverträge, Jagdinteressen und Restrukturierungen eine Rolle gespielt haben könnten.
Kannst du ausschließen, dass persönliche Jagdinteressen oder Zusagen im Zusammenhang mit dieser Abstimmung standen?
Und kannst du ausschließen, dass Zusammenhänge hergstellt wurden, um diese Stimmen zu bekommen?
10. Organisation, Entscheidungsfindung und Vertretung der Gemeinde
a) Laut Protokoll war bei einem finalen Termin mit Landesrat Geisler lediglich Gemeindevorstand Sterzinger mit dir anwesend, obwohl auch die Gemeindevorstände Öfner, Strele und Schaber offiziell bestellt sind.
Weshalb wurde die Gemeinde nicht in vollständiger Besetzung vertreten?
Ging es bei diesem Termin überwiegend um jagdliche Themen, und steht dieser Besuch im Zusammenhang mit dem Antrag auf Vertagung der Beschlussfassung in der Juli-Sitzung?
b) Du hast zu einer Gemeinderatssitzung mit dem Tagesordnungspunkt „Beratung und Beschlussfassung über den Grundverkauf“ eingeladen –
und gleich zu Beginn eine geheime Abstimmung veranlasst.
Wie rechtfertigst du es, bei einem der wichtigsten Beschlüsse für die Gemeinde eine geheime Abstimmung zu beantragen – in der augenscheinlichen Absicht, dass niemand seine Entscheidung öffentlich begründen muss?
Wie passt dieses Vorgehen zum Anspruch auf Transparenz und demokratische Verantwortung gemäß TGO?
Wir ersuchen um eine vollständige, nachvollziehbare Beantwortung innerhalb von vier Wochen, wie es das Informationsfreiheitsgesetz vorsieht.
Mit freundlichen Grüßen
Bürgerinitiative Lebensraum Gurgltal · Außerfern · Mieminger Plateau
Stellvertretend für die betroffenen Bürger:
Dietmar Leiter, Markus Schleich, Oswald Zoller, Klaudia Juen, Wolfgang Unterlechner, Peter Simon, Reinhold Falbesoner, Ludwig Gruber
Info: Über 6.000 Unterschriften gegen das Fernpasspaket liegen beim Transitforum auf.
Mehr als weitere 1.500 Unterschriften unterstützen die BI Gurgltal · Außerfern · Mieminger Plateau direkt.
Fernpasspaket – 3 Phasen abgeschlossen
Phase 0 hat es nie gegeben:
Die betroffenen Bevölkerung wurde nie miteinbezogen, sowohl bei der Ideenfindung wie auch bei diversen Planungen und Entscheidungen.
Die Fernpassstudie (2016) diente als Debattierklub mit dem ausdrücklichen Hinweis, nicht über Tunnelvarianten, auch nicht über den Scheiteltunnel, zu reden.
Dann hat „das Land“ entschieden und die Bevölkerung nur noch informiert.
Einen 80.000, - Euro Auftrag an eine Agentur zur „Bewerbung“ des Fernpasspaketes. Das ist ein demokratiepolitischer Niedergang und verantwortungsloser Umgang mit Steuergeld. Das nennt man „vertrauensbildende Maßnahmen“ - oder nicht.
Phase 1 ist abgeschlossen:
Niemand denkt mehr an eine Entlastung der Bevölkerung oder an die bessere Anbindung an den Innertiroler Raum wie in der parlamentarischen Petition dargelegt. Dort schreiben Sonja Ledl-Rossmann und Elisabeth Pfurtscheller, dass durch den Scheiteltunnel es eine Verkehrsentlastung gäbe und auch eine wesentlich verbesserte Anbindung an das Inntal. (Solche Überlegungen gab es wahrscheinlich gar nie, sondern waren von vornherein nur Augenauswischerei.)
Klar geworden ist: den Scheiteltunnel braucht es nur wegen des Geldes und des Transits.
Phase 2 ist auch abgeschlossen:
Die Zustimmung der Gemeinderäte von Biberwier und Nassereith wurde mit Versprechungen erkauft. Wohlgemerkt mit Versprechungen, denn bis heute gibt es keine öffentlich bekannten verbindlichen Zusagen oder Verträge.
Fernpass: große Transitroute - der Fleckerlteppich dazu
Hinter allen Bemühungen des Fernpass-Paketes und umliegender Anstrengungen wird ein Konzept sichtbar: Der Fernpass soll noch mehr eine große Transitroute werden.
Dass die 7,5t Begrenzung mit dem Scheiteltunnel halten wird, ist Wunschdenken. Auch die bisherige Lösung mit den großzügigen Ausnahmen deutet schon darauf hin.
Auch die Straße selber, die B 179, wird weiter diesem Ziel angepasst. Jetzt schon gibt es einige 3-spurige Abschnitte im Zwischentoren: Wengle-Lähn, Tunnelportal Süd - Einfahrt Mittersee. Der Scheiteltunnel wird als ganzer 3-spurig bis zur Einfahrt Blindsee. Es ist nur ein geringer Aufwand auch die Strecke Mittersee - Blindsee so auszubauen, da fehlen noch ganz wenige Meter in der Breite. Eine breite Zufahrt zu den Lermooser Tunneln ist schon vorbereitet (Grundablösen). Dann ist die Strecke Bichlbach-Scheiteltunnel 3-spurig. Beim Betrieb der zweiten Röhre für den Lermooser Tunnel wird hochheilig versprochen, nur zwei Fahrspuren freizugeben – im Zusammenhang mit dem Fernpasspaket wird viel versprochen.
Ein wirkliches Hindernis gibt es für den großen Verkehr: Die sehr teure Umfahrung von Heiterwang ist kaum zu adaptieren.
Dafür ist die Umfahrung Reutte schon zu 2/3 angelegt wie eine Autobahn, der Rest zum Grenztunnel hin wird machbar sein.
Am schwierigsten ist die Nordseite des Fernpasses – darüber zerbreche ich mir nicht den Kopf.
Auch ein großer Kniefall vor dem Kramertunnel (Umfahrung Garmisch) ist angedacht: Die Einbindung der Ehrwalderstraße in die B 179 beim Weißensee soll großzügig erweitert werden, eine Abbiegespur, vom Tunnel kommend, gibt es dann nicht mehr, sondern eine große Ausfahrt – alles 3-spurig.
Fernpass-Mautgrenze – nur zum Schämen
Man kann zu den Fernpassstraßenprojekten stehen, wie man will. Aber eine Mautgrenze am Fernpass einzuführen ist nur zum Schämen.
So nach dem Motto: „Alle 100 Jahre wieder“ ziehen wir Grenzen innerhalb Tirols. Wenn dieses Mal nicht die Siegermächte des 1. Weltkrieges Pate stehen, dann doch die Tiroler Landesregierung.
Wie denkt man Landeseinheit mit innertirolischen Grenzen zusammen? Dazu möchte ich einmal die Präsidentin des Tiroler Landtags hören, den Landeshauptmann usw. Das ist historisch und moralisch gesehen die Quadratur des Kreises, das ist mit „Null“ dividiert.
Und wenn es doch gehen sollte, gegen alle Logik und mit Macht, dann mit mehr Opfern als nur den Maut-Euros: Besiegelung der Ausgrenzung des Ausserferns, Trennschikanen von Familien, Freunden. Behinderung, ja Vernichtung des innertirolischen Kulturaustausches, und vieles mehr.
Es wird einen Anstoß geben für einen innigeren Zugang zu Bayern, den dortigen Betrieben und Dienstleistungen, Kulturgütern und kulturellen Ereignissen. Der „boarische Rummel“ blüht nach über 200 Jahren, von der anderen Seite her, auf.
Aber auch die Innerferner (Oberländer) könnten das Außerfern vermissen als Arbeitsplatz, als Erholungsgebiet, als Kulturraum, als alemannische Sprachinsel.
Ist das Außerfern einmal abgeschnitten, wird auch Tirol nicht mehr sein wie vorher. Neben der Mautgrenze wird es sehr viele emotionalen Grenzen geben.
Noch appelliere ich an den einfachen Menschenverstand, dann an den komplizierten Menschenverstand mit Berücksichtigung von vielen Faktoren.
Nicht appelliere ich an den Bürokratieverstand, an den Machbarkeitsverstand, an den Lobbyistenverstand und an den Machtverstand. Denn diese „Verstände“ haben uns bis hierher gebracht.
Paul Mascher, Biberwier
2. September 2025
Antrag an den Planungsverband Reutte um Unterstützung zur Versetzung der Dosierampeln an die Grenzen des Außerferns
Nassereith
05.08.2025: Der Gemeinderat hat in einer geheimen Abstimmung mit 9 zu 6 Stimmen dem Tausch des Grundstückes, welches die Tiroler Landesregierung für die Umsetzung des Fernpass-Pakets benötigt, zugestimmt und somit den Weg für die Umsetzung des umstrittenen Projekts geebnet.
Tirol heute vom 06.08.2025
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Tarrenz
26.03.2025: Der Tarreter Gemeinderat hat auf Initiative von GR Kilian Tangl und BM Stefan Rueland einstimmig einen Antrag angenommen, der die Verkehrsprobleme und Gesundheitsbelastungen für die Bevölkerung thematisiert und bei der Tiroler Landesregierung darauf drängt, dass Lösungen gesucht und umgesetzt werden.
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Das Fernpass-Paket der Tiroler Landesregierung droht nicht nur die Geister zu spalten, es führt auch zu einer Abspaltung des Ausserferns vom Rest Tirols. Mit undemokratischen Mitteln, wenig Transparenz und kompromisslos wurden die Bürger:innen im Ausserfern, dem Gurgltal und am Mieminger Plateu mit der Entscheidung der Verwirklichung des Fernpass-Pakets konfrontiert. Eine Volksbefragung, die sich zu 95% gegen das Projekt ausgesprochen hat, wird weiterhin nicht zur Kenntnis genommen. Die Menschen auf deren Lebensraum hier drastisch negativer Einfluss genommen werden soll, werden nicht gehört. So sieht Demokratie 2025 in Tirol aus.
Wir sagen laut NEIN! Wir sind viele und wir setzen uns für den Schutz unserer Heimat, unserer Gesundheit und unserer Zukunft ein. Wir stehen für Demokratie, Vielfalt, Freiheit und den starken Zusammenhalt unserer Gemeinschaft.

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